Sucht und Gewalt


"Der Geist der Gewalt ist so stark
geworden, weil die Gewalt des
Geistes so schwach geworden ist."

( Unbekannt )

Gewaltverhalten tritt häufig in Kombination mit dem exzessiven Konsum psychoaktiver
Substanzen auf, insbesondere Alkohol, Phencyclidin (PCP), Sedativa (insbes. Barbiturate),
Amphetamine und Kokain.

Die Folgen:

  • 28 000 Fälle von schwerer Körperverletzung
  • 1 200 Fälle von Tötunsdelikten

Mit der Schwere des Delikts läßt sich für die meisten Verbrechen eine zunehmende Quote alkoholisierter Täter feststellen
(Bushman & Cooper, 1990).

Eine nicht bekannte Dunkelziffer von Gewalttaten unter Alkoholeinfluß ereignen sich in Familien. Hier sind besonders Gewalttaten gegen
Frauen und Kinder zu nennen. Physische und sexuelle Mißhandlung sowie Vernachlässigung von Kindern geschehen häufig unter Alkoholeinfluß.

Dabei ist nicht der süchtige Gebrauch psychoaktiver Substanzen alleine, sondern schon ihr übermäßiger Gebrauch mit erhöhten Risiken für
Gewaltverhalten assoziiert.

Umgekehrt kann eine Suchterkrankung auch eine Folge von Gewalt sein. Viele Menschen, denen seelische oder körperliche Gewalt angetan wurde, suchen Zuflucht in der Wirkung von Drogen oder vom Alkohol, um ihre belastenden Gefühle, wie z.B. Angst, Scham, Traurigkeit und Unsicherheit zu unterdrücken und nicht mehr spüren zu müssen.

Doch durch die Einnahme von Drogen oder Alkohol besteht eine große Gefahr, dass die betroffenen Menschen schneller wieder Opfer von Gewalt werden, da sie sich nicht richtig gegen andere wehren können. Darüber hinaus werden die Probleme durch den Griff zur Droge oder zum Alkohol nicht gelöst, sondern verschlimmern sich noch.


Daher ist es wichtig einen Weg zu finden, mit Problemen, Ängsten und schlimmen Erlebnissen umzugehen.

Alkohol und Gewalt